Ungarisch gehört zur Familie der Finnisch-Ugrischen
Sprachen und ist mit dem Finnischen, Estnischen, Karelischen und Livischen
verwandt.
Ungarisch hat, wie Finnisch, den Ruf, schwer erlernbar zu sein.
Dies ist ein Vorurteil Sprachunkundiger, das man am besten dadurch
widerlegt, dass man sich selbst mit der Sprache befasst. Bei näherem
Hinsehen stellt sich Ungarisch als sehr logisch aufgebaute Sprache dar. Im
Gegensatz zu Sprachen wie Englisch folgt die Aussprache festen Regeln.
Hat man sich einmal mit der Aussprache vertraut gemacht, kann man
jeden ungarischen Text fehlerfrei (vor)lesen, auch wenn man ihn -
vorerst noch - nicht versteht.
Wer schon einmal in Ungarn war erinnert sich meist an die endlos langen,
scheinbar unaussprechlichen Ortsnamen auf den Wegweisern, und wer den
Film 'Ich denke oft an Piroska' gesehen hat kennt
Hódmezövásárhelykutasipuszta wo die Geschichte spielt. In Wirklichkeit
sind diese Wortungetüme aus mehreren einfachen Wörtern zusammengesetzt,
die einfach ohne Zwischenraum aneinandergereiht sind. Hat man erst den
Schlüssel dazu, wie man diese Buchstabenschlangen in ihre Einzelteile zerlegt,
wird Ungarisch zum Kinderspiel.
Probieren Sie es einfach selbst aus, und wenn Sie das nächste Mal die
ungarische Grenze passieren, werden sie feststellen, dass die Wegweiser
plötzlich kein Buch mit sieben Siegeln mehr sind, sondern wie von selbst
zu Ihnen sprechen, ganz davon zu schweigen, dass die Ungarn Ausländer,
die ihre Sprache sprechen, schnell ins herz schliessen.
Verblüffen Sie Ihre Geschäftspartner oder Gastgeber schon bei nächster
Gelegenheit mit Ihren Ungarisch-Sprachkenntnissen!
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